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Reiseblog

Santorin, Ios, Paros, Naxos und Mykonos - die schönsten Inseln im Mittelmeer

Santorin, Ios, Paros, Naxos und Mykonos - die schönsten Inseln im Mittelmeer
Blogger
Konstantin Johann

Es war bereits beim Abflug in Graz nicht gerade kalt. Aber als wir nach einem ruhigen Flug aus dem Flughafen in Santorini kommen, sind die Auswirkungen der Hitzewelle in Griechenland, doch deutlich zu spüren. Wir treffen hier das erste Mal Panagiotis, den Reiseleiter. Er empfängt uns sehr herzlich und lädt uns auch gleich zu einer Party am Abend ein. Danach checken wir ein, kaufen eine Kleinigkeit zu essen und gehen zum Strand. Das Wasser ist wirklich herrlich.

Tag 1 & 2

Am Abend holt uns Panagiotis mit dem Auto ab und es geht nach Theros. Wir biegen nach ein paar Minuten auf eine Schotterstraße, die sich durch eine wunderschöne Schlucht schlängelt. Aber, wo soll hier die Party sein, fragen wir uns. Doch direkt am Strand, in mitten von malerischen Klippen befindet sich eine Beachbar. Wir sind sprachlos. Es wird getanzt und gefeiert und dank Panagiotis wurden, bereits an unserem ersten Abend, alle Erwartungen übertroffen.

Am Sonntag schlafen wir aus. Die Zimmer im Hotel sind sehr gemütlich und einen Pool, inklusive Bar, gibt es natürlich auch. Den testen wir auch gleich, denn es ist noch heißer als gestern. Der Sonntag wird tagsüber vor allem hier oder am Strand in Kamari verbracht, Hauptsache Abkühlung, denn die Temperaturen klettern auf über 40 Grad. Am Abend sind wir mit Panagiotis zum Essen verabredet. Er nimmt uns wieder mit dem Auto mit, denn es geht nach Exo Gonia in eine kleine Taverne namens Metaxi Mas. Panagiotis bestellt und er weiß was gut ist. Nach einem köstlichen Essen sind wir alle erledigt und wieder in unserem Hotel angekommen, fallen wir auch schon ins Bett und schlafen, dank der Klimaanlage, tief und fest.

Tag 3

Endlich ist es etwas kühler geworden auf Santorini. Nachdem wir ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt haben, spazieren wir zu einem kleinen Markt in Kamari um Wasser und Früchte für den restlichen Tag zu kaufen, denn Panagiotis will uns seinen Lieblingsstrand auf der Insel zeigen. Den restlichen Vormittag verbringen wir am Pool.

Am frühen Nachmittag werden wir abgeholt und es geht mit dem Auto Richtung Norden. Koloumbos Beach, das ist unser Ziel, und Panagiotis enttäuscht auch dieses Mal nicht. Ein langer, sauberer Kiesstrand umgeben von hohen Klippen, das Wasser ist warm aber auch sehr klar. Der Strand ist alles andere als überfüllt und wir sind wunschlos glücklich.

Am Rückweg lässt uns Panagiotis in Thira raus. Wir sind schon gespannt, denn der Sonnenuntergang hier soll etwas ganz Besonderes sein. Nachdem wir etwas durch die Stadt spaziert sind und eine Kleinigkeit gegessen haben, setzen wir uns in eine kleine Bar mit Ausblick und beobachten wie die Sonne immer tiefer steht. Thira ist etwas teurer und etwas touristischer, aber der Anblick, der ganz in Weiß gehüllten Stadt, bei rotem Sonnenlicht, ist wirklich atemberaubend. Als die Sonne untergegangen ist, machen wir uns mit dem Bus auf den Weg zurück nach Kamari. Hier genießen wir noch ein gutes Abendessen und fallen danach erschöpft ins Bett.

Tag 4

Es ist der vierte und letzte Tag auf Santorini und die Stimmung ist etwas gedämpft, da Maxi über Nacht starke Ohrenschmerzen bekommen hat. Wir beschließen deshalb den Tag etwas langsamer angehen zu lassen und kein Quad auszuborgen. Einen Apothekenbesuch später gehen wir Mittagessen, direkt in Kamari. Danach kühlen wir uns etwas im Meer ab und ziehen uns ins kühle Hotelzimmer zurück. Manchmal kann sogar in der Sonne liegen anstrengend sein.

Am Abend geht es Maxi etwas besser und Panagiontis fährt mit uns nach Thira, wo wir den letzten Abend in Santorini gemütlich ausklingen lassen. Trotz Ohrenschmerzen lass wir uns nicht unterkriegen und freuen uns schon auf die nächsten Tage in Ios.

Tag 5

Tag Fünf bricht an und wir stehen zu spät auf, haben natürlich noch nichts gepackt und sind im Stress. Der Transfer zum Hafen ist schon für 9 Uhr angelegt. Obwohl wir beide nicht besonders fit sind, schaffen wir es trotzdem und die Fahrt nach Ios beginnt. Am Hafen herrscht reges Treiben, aber es verläuft alles reibungslos und nur wenig später werden wir bereits herzlich auf Ios empfangen.

Unser Hotel, dass Homer´s Inn, liegt zwischen Hafen und Chora und bietet alles was wir brauchen. Wir borgen ein Quad aus um uns die Gegend etwas anzuschauen und am Milopotas Beach wird schon anständig gefeiert, doch wir beschließen den heutigen Tag ruhiger anzugehen, da wir beide gesundheitlich noch ziemlich angeschlagen sind. Uns fällt gleich auf, dass wir vom Alter etwas besser nach Ios passen als nach Santorini und wir treffen viele junge Schweden und Australier. Obwohl es uns schwer fällt, verbringen wir den Abend gemütlich am Balkon, anstatt um die Häuser zu ziehen, doch wir freuen uns schon sehr auf die nächsten zwei Tage, auf dieser wunderschönen Insel.

Tag 6

Wir haben relativ gut geschlafen und uns geht es schon wesentlich besser als gestern. Nach einem leichten Frühstück, steigen wir auf unser Quad und fahren los. Ein Ziel haben wir noch nicht, aber besonders viele Straßen gibt es sowieso nicht. Je höher wir auf den Berg fahren, desto besser wird die Aussicht, auf einmal sind wir an der Küste und bevor wir uns versehen, sitzen wir auf einem einsamen Sandstrand. Wir befinden uns auf der Westküste, hier ist es ganz besonders windig aber das türkise, klare Wasser ist trotzdem sehr warm und lädt zum Baden ein.

Zurück am Hafen gehen wir in den Supermarkt und kaufen die wichtigsten Dinge, wie Getränke, ein paar Früchte und Haarfärbemittel ein. Wir setzen uns auf den Balkon und genießen den Nachmittag. Unsere Nachbarinnen aus Thessaloniki sind so nett und helfen mir Maxis Haare blond zu färben. Sie sind jetzt dunkelorange.

Mittlerweile ist es Nacht geworden. Wir machen uns nun auf den Weg nach Chora um endlich Ios bei Nacht zu erkunden. Die Stimmung ist überall ausgelassen und es wird bis spät in die Nacht getanzt und gefeiert.

Tag 7

Nachdem wir gestern lange gefeiert haben, schlafen wir heute aus. Nach einem späten Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Mylopotas Beach, wahrscheinlich einer der schönsten Strände auf Ios, aber da er auch sehr nah am Dorf und am Hafen liegt, sind auch dem entsprechend viele Leute hier. Wir genießen die strahlende Sonne und die traumhafte Szenerie. Der Strand ist links und rechts von Klippen umgeben und, nach ein paar Sprüngen ins kühle Nass, werden wir langsam wach. Wir verbringen den ganzen Tag am Meer und genießen dann eine köstliche Mahlzeit während wir der Sonne beim Untergehen zusehen. Danach fahren wir in die Stadt um dort den letzten Abend noch angebracht ausklingen zu lassen, bevor wir morgen Früh die erste Fähre nach Paros nehmen.

Ios ist vor allem eine Insel für Junge Leute, sie ist bekannt für ihre Partyszene und dem Ruf wird sie auch gerecht. Aber, mit ein bisschen Zeit und einem fahrbaren Untersatz, lassen sich auch schnell ein paar malerische Strände finden, die nicht überlaufen sind. Wir fragen uns, ob es eigentlich noch besser werden kann, aber das haben wir uns nach Santorini ja auch gedacht.

Tag 8

Der Samstag ist angebrochen und nachdem wir in Rekordzeit unsere Koffer gepackt haben, sitzen wir, immer noch etwas verschlafen, am Hafen und warten auf unsere Fähre. Wir legen pünktlich ab und machen es uns gemütlich. Zweieinhalb Stunden später gehen wir auf Paros an Land wo wir bereits erwartet werden. Wir sind die ersten Tage im Kalypso Hotel, am Rande von Naoussa, untergebracht. Wir haben ein kleines Appartement, direkt an einem malerischen Strand. Da wir heute noch kein Quad haben, beschließen wir unseren Teil der Stadt, der sehr ruhig und entspannt ist, zu Fuß zu erkunden. Wir legen uns an den Strand und bevor wir uns versehen, steht die Sonne schon wieder sehr tief und der Magen knurrt. Uns wird die Taverna Glafkos, eine Restaurant mit köstlichen Fischgerichten, direkt am Strand, empfohlen. Das Essen ist wirklich köstlich und bei einem Gläschen Wein lassen wir den ersten Tag auf Paros ausklingen.

Tag 9

Es ist Sonntag und wir haben verschlafen. Aber Schuld sind nicht wir, sondern das himmlische Bett in dem wir schlafen. Die liebe Rezeptionistin weckt uns auf und wenig später sind wir auch wieder mobil. Wir springen ins Wasser um uns abzukühlen und gehen auf Entdeckungstour. Die nördliche Küste von Paros ist bis jetzt ein wahres Highlight der Reise. Eine Bucht ist schöner als die andere, Manche Strände sind einsam und verlassen, auf anderen gibt es Strandbars und Liegen. Hier kann man auch Surfen, Kiten oder andere Wasseraktivitäten machen. Im Landesinneren ist es etwas verlassener. Wir machen eine kleine Quadtour und bekommen unendlich viele Möglichkeiten Fotos zu machen. So verbringen wir den ganzen Sonntag, bis wir am Abend erschöpft nach Naoussa zurückfahren. Unser Appartement hat eine schöne Küche und wir beschließen heute selbst zu kochen. Es gibt Hühnerfilets mit Reis und Gemüse, die wir auf unserer Terasse gierig verspeisen. Morgen wollen wir unsere Entdeckungstour fortsetzen, deswegen gehen wir früh zu Bett.

Tag 10

Eine neue Woche ist angebrochen. Das Wetter ist wie immer perfekt, Wolken haben wir in Griechenland bis jetzt nicht gesehen. Noch vor dem Frühstück springe ich das erste Mal ins Wasser.

Zu Mittag, wollen wir einen neuen Strand, etwas östlich von Naoussa, anschauen. Wir setzen uns aufs Quad und nur ein paar Minuten später brutzeln wir bereits in der Mittagssonne. Wir verbringen die Zeit mit Ball spielen, leckeren Longdrinks von der Strandbar und einfach nur entspannen.

Nachdem wir bis jetzt nur einen kleinen Teil von Naoussa gesehen haben, wollen wir heute etwas durch den neuen Hafen spazieren. Auf der Promenade ist viel los, es gibt einige nette Lokale und in den Seitenstraßen auch viele kleine Geschäfte. Wir gehen zur Kirche, die wunderschön gelegen ist und einen guten Ausblick bietet. Dann machen wir eine kleine Runde, bis wir wieder am Hafen sind. Wir setzen uns in Marios nettes Lokal, direkt ans Meer und bestellen was zu essen. Die Garnelen schmecken köstlich und wie immer vergeht die Zeit viel zu schnell und auf einmal hüllt sich die Stadt wieder in ein schönes Rot. Den restlichen Abend verbringen wir gemütlich auf der Terrasse unseres Apartments, da wir morgen fit für unsere Inselumrundung sein müssen.

Tag 11

Wir schlafen aus und springen kurz ins Meer, bevor wir uns ein frühes Mittagessen kochen. Nachdem wir unsere Nudeln verdrückt haben, packen wir unsere Sachen und schwingen uns aufs Quad. Heute ist eine Inselumrundung angesagt. Der erste Stopp ist Parikia. Wir bleiben nur kurz stehen, um eine Sonnenbrille zu kaufen, da wir ab Donnerstag sowieso hier untergebracht sein werden. Danach geht es die Küste entlang und über das „Butterfly Valley“ Richtung Süden. Schon früh bietet sich ein traumhafter Ausblick auf die Küstenstadt Alyki, unser nächstes Ziel. In der Stadt angekommen, machen wir zuerst ein paar Fotos, kaufen uns im Minimarkt etwas zu trinken und legen uns dann an den Strand, mitten in der Stadt. Die Abkühlung brauchen wir, denn es ist sehr heiß geworden.

Nachdem wir uns etwas entspannt haben, schwingen wir uns wieder aufs Quad. Es geht die Ostküste entlang Richtung Norden. Wir haben gehört, dass es im Osten ein paar Klippen gibt, von denen man springen kann. Nachdem wir unzählige Male falsch abgebogen sind, kommen wir schließlich auf eine Landzunge, wo wir tatsächliche ein paar gute Stellen finden.  
Wir genießen die Zeit, springen, tauchen, machen ein paar Fotos und bleiben bis die Sonne untergeht. Danach geht es ohne Zwischenfälle zurück nach Naoussa, wo wir, vollkommen erledigt, ins Bett fallen.

Tag 12

Manchmal muss man einfach einmal nichts tun und wenn man einen der schönsten Strände vor der Haustür hat, dann ist das gar nicht so schwer. Die Gegend in der das Kalypso Hotel liegt ist ein sehr ruhiger Stadtteil, es liegt in einer Bucht, direkt am Sandstrand. Nach einem späten Frühstück legen wir uns gemütlich an eben diesen Strand und genießen die Sonne. Wir genießen wirklich jeden Tag hier, denn man kümmert sich hier wirklich um jeden Gast. Egal ob wir Tipps für Restaurants, Bars oder Strände brauchen oder ob wir uns mal wieder ausgesperrt haben, es ist sofort jemand für uns da. Wir sind also besonders froh, als wir erfahren, dass wir bis Samstag bleiben können. Am Nachmittag, nach einem kleinen Mittagsschläfchen, setzen wir uns gleich wieder an den Strand. Man kann hier auch gut Schnorcheln, denn der Sandstrand wird von einer felsigen Küste umgeben. Wir bekommen langsam Hunger und machen uns auf den Weg nach Naoussa. Wir entscheiden uns für das „Yemini“, es liegt nicht direkt am Hafen, aber soll angeblich sehr gute griechische Küche haben. Bei einem leckerem Seebarsch und gegrilltem Hühnchen schmieden wir Pläne für die nächsten Tage. Der griechische Salat ist bis jetzt der beste auf der Reise und das heißt was. Bei einem guten Weißwein aus der Region, denn auch für Wein ist Paros bekannt, lassen wir den Tag ausklingen und machen uns auf den Heimweg. Wir haben beschlossen, dass wir morgen die Fähre nach Antiparos, die kleinere Nachbarinsel, nehmen werden und dort auf Entdeckungstour gehen.

Tag 13

Es ist Donnerstag, der vorletzte Tag auf Paros. Wir frühstücken ausgiebig und packen unsere Sachen für einen Ausflug nach Antiparos. Wir hätten gerne eine Bootstour mit Captain Ben gemacht, da wir immer wieder gutes darüber gehört haben, doch ist es leider nicht mehr möglich so kurzfristig einen Platz zu bekommen. Schade, denn angeblich lohnt sich die 7-stündige Tour wirklich. Wir fahren also mit unserem Quad nach Pounta und nehmen die Fähre. Die Überfahrt kostet für zwei Personen und ein Fahrzeug nicht mal sechs Euro und dauert in etwa 10 Minuten. Als erstes fahren wir zum Soros Beach um uns abzukühlen. Es gibt hier die Möglichkeit Liegen zu nehmen oder sich etwas abseits auf eine freie Fläche zu setzen. Wir entscheiden uns für letzteres und brutzeln etwas in der Mittagssonne. Antiparos ist nicht besonders groß und auch noch nicht vollständig erschlossen. Wir setzen am Nachmittag also unsere Erkundungstour fort und schon bald landen wir auf schlechten Schotterstraßen, auf denen wir nur langsam vorankommen, doch wer einsame Strände sucht, der ist hier genau richtig. Bald werden sogar uns die Straßen zu schlecht und wir beschließen umzukehren. Wir fahren zurück zum Hafen, weil wir bereits Hunger haben und setzen uns in eine Taverne, namens Anargyros. Zum obligatorischen griechischen Salat gibt es gegrillte Sardinen, frittierte Kalamari und ein kühles Mythos. Bis jetzt wurden wir, auf Paros, beim Fisch noch nicht enttäuscht. Mit gefülltem Magen geht es zum Strand direkt in Antiparos´ Hauptstadt. Hier ist etwas mehr los, aber wir wollen uns vor der Rückfahrt noch etwas abkühlen. Zurück auf Paros gehen wir einkaufen um uns für den letzten Tag mit Lebensmittel zu versorgen und verbringen einen weiteren ruhigen Abend auf unserer Terasse.

Tag 14

Zwei Wochen sind wir jetzt schon in Griechenland unterwegs und der letzte Tag auf Paros ist angebrochen. Wir haben in den vergangenen Tagen bereits viel angeschaut und beschließen den heutigen Tag ruhig anzugehen. Im angenehm kühlen Zimmer verbringen wir einen entspannten Vormittag und kochen uns selbst ein Mittagessen. Am Nachmittag setzen wir uns wieder an den Strand, vor unserer Haustür, und arbeiten an unserer Bräune. Um für etwas Abwechslung zu sorgen, kaufen wir im Shop um die Ecke eine Harpune und machen uns auf die Jagd nach unserem Abendessen. Man sieht zwar viele Fische, aber anscheinend ist keiner von uns ein besonders talentierter Fischer und nach einiger Zeit geben wir auf. Wir werden uns wohl doch einen Fisch im Supermarkt kaufen. Gesagt, getan. Wir entscheiden uns aber doch für Shrimps und zum Abendessen kochen wir noch Spaghetti dazu, bevor es für Maxi ab zum Friseurtermin geht. Spät in der Nacht kommt er mit wunderschönen blonden Strähnen zurück. Blond und mit Harpune bewaffnet sind wir jetzt bereit für Naxos.

Tag 15 & 16

Im Packen werden wir immer besser. Obwohl wir etwas verschlafen haben, sind wir schon mehr als rechtzeitig fertig und es geht sich sogar noch ein Sprung ins Wasser aus, bevor unser Shuttle zum Hafen kommt. In Parikia angekommen, setzen wir uns in ein Café und holen unser Frühstück nach. 

Die Überfahrt nach Naxos dauert nicht lange und bereits wenig später können wir in unser Hotel, das Evdokia, einchecken. Wir haben wieder ein Studio, das in etwa hundert Meter vom Plaka Beach, dem wahrscheinlich bekanntesten Strand auf Naxos, entfernt ist. Ein Quad haben wir noch nicht, deshalb nutzen wir die Nähe zum Strand und verbringen den Nachmittag in der Sonne und im Wasser. Am Abend wird selbst gekocht und wir gehen bald schlafen, da wir morgen Verstärkung aus der Heimat bekommen und uns im Kitesurfen versuchen wollen.

Es ist Sonntag und gestern Abend sind Tom und Julian, zwei Naxos-Veteranen, angekommen. Da wir noch kein Auto haben, holen sie uns gegen Mittag ab und wir fahren nach Mikri Vigla, wo der Wind besonders gut ist. Tom geht kiten und wir sehen zuerst zu, doch schon bald möchte ich es auch versuchen. Wir fahren etwas weiter Richtung Süden, wo weniger los ist und ich wenigstens nur mich selbst in Gefahr bringe. Der Wind ist sehr stark und böig und meine ersten Versuche scheitern kläglich. Falls die Bedingungen in den nächsten Tagen besser werden, werde ich es noch einmal versuchen. Nachdem wir uns im Notos mit einem späten, aber köstlichen Mittagessen gestärkt haben, geht Tom noch mal ins Wasser und wir schauen bewundernd zu.

Am Abend treffen wir uns wieder und gehen in die Hauptstadt Abendessen. Im Meze gibt es verschiedensten Fisch und allerlei griechische Spezialitäten, meiner Meinung nach das beste Essen auf der Reise bis jetzt und auch sehr preiswert. Naxos ist wesentlich günstiger als zum Beispiel Naoussa, auf Paros. Nach einem kleinen Gute-Nacht-Drink machen wir uns auf ins Hotel, denn morgen Früh geht es für einen Tag nach Mykonos.

Tag 17

Heute beginnt unser eintägiger Ausflug nach Mykonos. Die Fähre braucht in etwa zwei Stunden und bereits zu Mittag haben wir eingecheckt und spazieren in die Stadt. Die Aussicht von oben ist traumhaft. Nachdem wir uns die engen Gassen, Geschäfte und Windmühlen der Hauptstadt angeschaut haben, kühlen wir uns kurz im Meer ab. Auch Tom und Julian sind mittlerweile auf Mykonos angekommen und wir wollen mit einem Bus zu den Beachclubs im Süden der Insel fahren. Doch schon bald merken wir, dass Mykonos wesentlich teurer als die anderen Inseln ist. Der Bus würde gleich viel kosten wie ein Quad für einen Tag, also beschließen wir auch hier wieder ein Quad auszuborgen. Wir fahren zum Super Paradise Beachclub, wo die Leute in unserem Alter sind, doch es ist wenig los und die Stimmung nicht besonders gut. Wir fahren also etwas weiter in den Nammos Beachclub, der wahrscheinlich bekannteste Club, wo heuer bereits viele Berühmtheiten zu Gast waren. Es ist etwas teuer, aber die Stimmung ist gut und wir tanzen bis die Sonne untergeht. Wir fahren kurz ins Hotel um uns auszuruhen, bevor wir wieder in die Stadt fahren um zu Abend zu essen. Wir entscheiden uns fürs "Aglio e Olio", ein Restaurant mit guter italienischer Küche. Wir essen eine vorzüglich Pizza bevor es weiter in die Scandinavian Bar geht, wo wir noch bis weit in die Nacht hinein tanzen und feiern.

Tag 18

Obwohl wir sehr wenig Schlaf bekommen haben, müssen wir bereits früh aufstehen und unser Quad zurück in die Stadt bringen. Am Hafen angekommen, holen wir uns ein Frühstück und schon bald sind wir wieder auf der Fähre Richtung Naxos. Wir nutzen die Gelegenheit und holen etwas Schlaf nach. Zurück in Naxos gehen wir erst mal Mittagessen, bevor wir uns wieder ein Quad ausborgen. Tom hat eine Tour für uns vorbereitet, die an der Küste entlang, Richtung Süden, geht. Gegen fünf Uhr geht es los über die Landstraße bis nach Agiassos, wo wir auf eine unbefestigte Sandstraße abbiegen. Der südlichste Punkt Naxos´ ist nicht besonders gut erschlossen und die Straßen werden immer schlechter. Schon bald sind es keine Sandstraßen mehr sondern nur felsige Wege, die wahrscheinlich nur von Wanderern oder Ziegenhirten benutzt werden. Meter für Meter kämpfen wir uns voran, während wir die traumhafte Szenerie bewundern, bevor wir nach etwa zwei Stunden unser Ziel erreicht haben. Vom südlichsten Punkt Naxos´ hat man einen guten Blick auf Koufonissi, eine einsame Inselgruppe, die wir uns in den nächsten Tagen noch mit dem Boot anschauen möchten, falls es der Wind zulässt. Wir fahren auf der Ostküste noch ein paar Kilometer weiter, bevor die Straßen wieder besser werden und kommen immer schneller voran. Es geht nun steil bergauf Richtung Zas, dem höchsten Berg der Kykladen. Wir bleiben am Pass stehen um ein paar Fotos zu machen, doch es ist bereits spät geworden und durch den Wind ist es auch ziemlich kalt, deshalb setzen wir unsere Tour über Filoti und Chalki fort und kehren am frühen Abend zu unserem Hotel zurück. Alle gehen noch schnell unter die Dusche, denn mittlerweile ist die Springer-Familie auf Naxos gewachsen und es geht zum gemeinsamen Essen ins Nikos und Maria, ein nettes, entspanntes Restaurant, direkt am Plaka Beach. Wir werden mit köstlicher griechischer Küche verwöhnt, bevor wir nach einem anstrengenden Tag erschöpft ins Bett fallen.

Tag 19

Immer noch müde vom Vortag, stehen wir dennoch früh auf und geben unser Quad zurück. Wir frühstücken im Hotel und ruhen uns noch etwas aus, bevor wir mit Tom und Julian wieder zum Strand fahren. Mikri Vigla hat den besten Wind der Insel und heute soll er Geschwindigkeiten bis zu 40 Knoten erreichen. Obwohl er kleine Probleme mit dem Kite hat, zeigt Tom uns wieder was er kann und möchte gar nicht mehr aus dem Wasser. Erst als er zu hungrig wird, macht er eine Pause und wir gehen in der Nähe des Strandes zu Flisvos essen, ein Lokal, dass von Kitern geleitet wird und leckere Snacks und frische Säfte serviert. Wieder gestärkt, gehen wir zurück an den Strand und Tom surft schon wieder los. Der Wind wird stärker und es werden immer mehr Wagemutige, die sich aufs Wasser trauen. Bis am späten Nachmittag schauen wir zu, selbst versuchen wollen wir es heute nicht.

Andrea Springer ist nun auch auf Naxos angekommen und am Abend gehen wir zu den drei Brüdern, direkt am Plaka Beach essen. Bei köstlichen griechischen Speisen reden wir viel über die vergangenen Wochen, unsere Erlebnisse und unsere Eindrücke. Erst jetzt wird mir und Maxi bewusst, dass sich der Urlaub unaufhaltsam dem Ende nähert. Wir haben viel gesehen, liebe Leute kennengelernt, Abenteuer erlebt und wunderbare Erinnerungen gesammelt, die einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen haben werden.

Tag 20

Der gestrige Abend ist etwas länger geworden und wir stehen erst am frühen Nachmittag auf. Wir setzen uns an den Pool und lassen uns ein paar Snacks zum „Frühstück“ bringen. Den heutigen Tag werden wir definitiv ruhig angehen. Die nächsten Stunden verbringen wir damit zwischen Pool und Meer zu wechseln, bevor wir uns aufraffen und uns wieder ein Quad arrangieren. Es ist bereits Abend geworden und wir wollen uns den Sonnenuntergang bei der Portara von Naxos, dem Wahrzeichen der Insel, anschauen. Wir sind nicht die einzigen, die diese Idee hatten und müssen uns den Ausblick mit hunderten anderen Touristen teilen. Als die Sonne untergegangen ist, wollen wir zurück zum Plaka Beach fahren, da wir wieder zum Essen eingeladen sind, doch wie so oft springt unser Quad nicht an. Wir schieben es durch die halbe Stadt bevor wir zu einer Werkstatt kommen, die uns Starthilfe geben kann. Nachdem dies schon das zweite Quad von Mikes Bikes ist, das nicht funktioniert, wird es wahrscheinlich auch das letzte sein.

Bei Athina, einer herzlichen Griechin, die ebenfalls Apartments am Plaka Beach besitzt, gibt es heute Abend ein Buffet, wo wir, gemeinsam mit dem restlichen Springer-Team, den Tag ausklingen lassen. Morgen machen wir einen letzten Ausflug in den Süden der Insel, wo uns Tom in eine Höhle führen wird.

Tag 21

Wir treffen uns nach dem Frühstück mit Tom und Julian und fahren gemeinsam Richtung Süden. In Filoti kaufen wir uns Proviant, denn es wird ein heißer und anstrengender Tag werden. Am Zas vorbei, geht es wieder bergab Richtung Küste. Wir biegen von der befestigten Straße ab und fahren so weit, wie es unser Fiat Panda zulässt. Den Rest des Weges müssen wir zu Fuß zurücklegen. Unser Ziel ist ein einsamer Strand mit einer Höhle, in die man schwimmen kann. Nach einem 40-minütigen Fußmarsch kommen wir am Ziel an und es hat sich voll und ganz ausgezahlt. Hier ist wahrscheinlich das klarste Wasser, das wir bis jetzt auf der Reise gesehen haben. Wir schnorcheln, versuchen unser Glück mit der Harpune, springen von Klippen und genießen unseren letzten Tag in vollen Zügen. Wir sind etwas neidisch auf die Gruppen, die mit dem Boot gekommen sind, da wir immer noch 40 Minuten, bergauf, durch die Hitze gehen müssen aber es lohnt sich trotzdem hierherzukommen.

Mittlerweile sind noch mehr Freunde, aus Kärnten, auf Naxos angekommen und wir treffen uns am Abend zum Essen bei den drei Brüdern, das mit der Zeit zu unserem Stammlokal am Plaka Beach geworden ist. Danach sitzen wir gemeinsam am Lagerfeuer und Maxi und ich dürfen noch mal von unseren letzten 3 Wochen erzählen. Wie wir auf Santorini in der Einöde gefeiert haben, wie wir beide auf Ios krank im Bett gelegen sind, wie wir auf Paros auch die hintersten Ecken der Insel erforscht haben um etwas Klippenspringen zu können, wie ich auf Naxos beim Kitesurfen kläglich versagt habe oder all die anderen wunderbaren Dinge, die wir erleben durften. Es war wirklich eine unglaubliche Zeit auf den griechischen Inseln und wir können es immer noch nicht ganz glauben, dass wir morgen in der Früh bereits abreisen. Dennoch gehen wir heute mit einem Lächeln schlafen, denn die Erinnerungen werden uns, dank dem Reisetagebuch und vor allem auch dank dem super Team von Springer Reisen, die das ganze möglich gemacht haben, für immer bleiben.