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Reiseblog

Kapverden - der Geheimtipp im Atlantik!

Kapverden - der Geheimtipp im Atlantik!
Bloggerin
Julia Bürger

Als ich am Flughafen stand, bereit für den Abflug nach Boa Vista, wusste ich nicht, was mich auf dieser Reise erwartet. Mir war bekannt, dass es traumhafte Strände geben soll – ansonsten ließ ich mich überraschen, denn in ein für mich unbekanntes Land völlig unvoreingenommen zu reisen, ist wohl die spannendste Art und Weise, dieses zu erleben.

Kapverden

Die Kapverden liegen ca. 570 km vor der afrikanischen Westküste und sind nach einem 6- bis 7-stündigen Flug von Wien oder München direkt erreichbar.
Grundsätzlich bestehen die Kapverden aus 15 Inseln, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Man kann diese auch kombiniert im Zuge einer Rundreise entdecken.
Wenn man aber lieber nur eine Insel entdecken möchte, reist man am besten nach Boa Vista – die Wüsteninsel oder Sal – die Salzinsel.

Boa Vista – die Wüsteninsel

Als wir auf Boa Vista ankamen, erwartete uns eine wüstenähnliche, ja fast weltfremde Landschaft. Ein leicht roter Farbstich zierte die trockene Umgebung, ein paar einsame Sträucher und vorbeilaufende Esel waren der einzige Kontrast.
Boa Vista ist die ursprünglichere der zwei "Badeinseln". Die Straßen sind teilweise nur zur Hälfte gepflastert, die Hotelanlagen noch sehr rar und die Dörfer sind so, wie sie sind – landestypisch.
Jedoch ist dieses Fleckchen Erde nicht minder traumhaft – die schönsten Strände der Kapverden sollen sich hier befinden.
Was uns auf den ersten Blick auffiel – die Kapverdier sind sehr zuvorkommend und überaus freundlich. Ihr Leitspruch ist NO STRESS und das leben sie auch – alles braucht seine Zeit und Stress steht nicht auf der Tagesordnung. Die Inseln eignen sich also perfekt, um unserer Alltagshektik zu entfliehen.

Sal – die Salzinsel

 

Sal ist die touristisch erschlossenere Insel der beiden, jedoch ist sie, verglichen mit anderen Urlaubsdestinationen, sehr ruhig und überschaubar. Wenn man sich schließlich von dem No Stress-Feeling angesteckt hat, kann man (wenn man möchte) damit beginnen, die Insel zu erkunden. Einen guten Überblick bekomt man bei einer Inselrundfahrt, bei der man Tradition, Kultur und Natur kompakt erleben kann.

Essen

Um die Kultur und Traditionen vollkommen auskosten zu können, muss man auch die landestypischen Spezialitäten probieren. Auf den Kapverden wird der Fischfang groß geschrieben, das Nationalgericht ist jedoch ein Eintopf namens Catchupa der aus Linsen, Gemüse und Fleisch besteht. Auch sehr beliebt ist der nationale Zuckerrohrschnaps Grogue, den man auch abgeschwächt als Likör (Pontche) verkosten kann.

Musik und Tanz

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Musik und der Tanz – ein Mix aus karibischen Rhythmen, afrikanischen Einflüssen und portugiesischen Klängen.
Es gibt langsame, wehmütige und sehnsüchtige Stile wie zum Beispiel die Morna oder auch die schnelle lebhafte Variante der Funanà.
Getanzt wird übrigens überall und zu jeder Tageszeit.

Weitere Highlights

Ein Turtle Walk bei Nacht
Auf Zehenspitzen schleichend kann man mit Hilfe eines Guides einer Schutzorganisation die seltene Karetta Karetta Schildkröte bei der Eiablage beobachten – einfach ein magisches Erlebnis.
Die Schildkröten kann man übrigens nur in unseren Sommermonaten beobachten.

Ein kapverdischer Abend
Mit typisch kapverdischen Speisen und einer rhythmischen Tanzeinlage

Ein Strandspaziergang am Santa Maria Beach
Mit anschließendem Aufenthalt im gleichnamigen Ort Santa Maria – ein entzückender Platz mit Geschäften, Bars und Restaurants. Hier treffen sich Einheimische und Urlauber, um gemeinsam den Abend am Strand ausklingen zu lassen – "a place to be"


Den ersten Platz in meinem persönlichen Ranking „Schönster Strand“ hat übrigens dieser hier gewonnen:
Der Santa Maria Beach im Süden von Sal – so einen feinsandigen, hellen Strand habe ich noch nicht gesehen. Das Wasser ist kristallklar und bei wolkenlosem Wetter saßen wir dort in einer Beach Bar und ich kürte diesen Augenblick zu meinem perfekten „NO STRESS Moment“.