Urlaubscheckliste

Folgende Punkt sollten Sie bereits vor dem Urlaubsantritt durchdenken und regeln:

Was sollte man früh genug besorgen?

-
Benzingutscheine
- Vignette/Mautkarte
- Impfungen
- Kreditkarte / Maestro-Karte
- Bargeld, Sorten
- Adresse der Botschaft
- Reiseführer / Wanderkarte
- Versicherungskarte
- Int. Führerschein
- Verkehrsclub-Tourenpaket
- Auslandskrankenschein / Auslandsversicherung
- Hotelführer / Campingführer
- Reisegepäck / Rücktrittsversicherung

Worum sollte man sich früh genug kümmern?

- Das Fahrzeug zur Inspektion bringen
- Wertsachen deponieren / verstecken
- Blumengießen organisieren
- Post abbestellen
- Anrufbeantworter vorbereiten
- Wichtige Ausweise kopieren
- Wichtige Zahlungen erledigen
- Sich über eventuelle Devisenbestimmungen im Gastland erkundigen
- Sich über Einfuhrbestimmungen für Haustiere erkundigen
- Arzt und Zahnarzt besuchen
- Zeitung und Lebensmittel um-/abbestellen
- Haustiere versorgen, Futter kaufen
- Telefonrufumleitung (de-)aktivieren
- Wohnungs-/Autoschlüssel hinterlegen
- Zeitschaltuhr anschalten
- Sind die Ausweise noch gültig?
- Telefonnummer Flugrückbestätigung
- Standuhr abstellen
- Alle Rechnungen bezahlen
- Geheimnummern gut merken

Was sollte man direkt vor der Abreise beachten?

- Bügeleisen/Herd/Kaffeemaschine ausschalten
- Kühlschrank leeren
- (Antennen-)Stecker ziehen
- Adresse hinterlassen / Schlüssel hinterlegen
- Heizung ausschalten
- Wasser (Geschirrspüler/Waschmaschine) abdrehen
- Müll raustragen
- Fenster / Türen / Rollläden sichern
- Licht ausschalten

Quelle: www.urlaubs-checkliste.de

Informationen zum Reisepass

Passangelegenheiten werden nach der Passgesetznovelle 2001 relativ einfach abgewickelt. Alle Informationen dazu finden Sie auf www.help.gv.at (in der linken Spalte auf „Reisepass“  klicken).
Hier ein paar Infos:

Bei Einreise in Schengen-Staaten erfolgt derzeit grundsätzliche keine Personenkontrolle.
Das gilt für folgende Länder:

- Belgien
- Dänemark
- Deutschland
- Estland
- Finnland
- Frankreich
- Griechenland
- Island
- Italien
- Lettland
- Litauen  
- Luxemburg
- Malta
- Niederlande
- Norwegen
- Österreich
- Polen
- Portugal
- Schweden
- Slowakei  
- Slowenien
- Spanien
- Tschechien
- Ungarn

Es ist aber Vorschrift, dass ÖsterreicherInnen während eines Auslandsaufenthaltes über einen Reisepass oder Personalausweis verfügen, d.h. auch wenn der Reisepass beim Grenzübertritt nicht vorgewiesen wird, ist es nach österreichischem Recht strafbar, wenn kein Reisepass oder Personalausweis im Ausland mitgeführt wird. Zusätzlich sind die Bestimmungen des Gastlandes zu beachten.

In folgende Länder darf aufgrund internationaler Abkommen mit einem maximal fünf Jahre abgelaufenen Reisepass eingereist werden:

- Belgien
- Deutschland
- Frankreich
- Griechenland (die Beförderung am Luftweg kann verweigert werden,
  es empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Fluglinie
  bzw. dem Reiseveranstalter)
- Italien (gilt nicht bei Einreise mit Flugzeug)
- Kroatien
- Liechtenstein
- Luxemburg
- Malta
- Monaco
- Niederlande (gilt nur für SelbstfahrerInnen, Betreiber öffentlicher
  Verkehrsmittel akzeptieren nur gültige Reisepässe)
- Portugal
- San Marino
- Schweiz
- Slowenien
- Spanien (gilt nicht bei Einreise mit Flugzeug)  
- Ungarn (vereinzelt Probleme bei der Einreise)

Es wird jedoch empfohlen, immer ein gültigen Reisepass mitzuführen (Grenzkontrollorgane könnten mangelhaft informiert sein).

Ein Personalausweis muss immer gültig sein.

Für einen neu auszustellenden Reisepass werden  benötigt:
EUR 69 in bar (1), Meldezettel (2), Geburtsurkunde (3), evtl. Heiratsurkunde (4), zwei gleiche Passbilder im Hoch-Format 3,5 x 4,5 cm (5), Staatsbürgerschaftsnachweis (6), amtlicher Lichtbildausweis oder ein/e Identitätszeuge/in (7).
Ist ein Personalausweis vorhanden, dann genügen dieser sowie (1), (2), (3) und (5).
Ist ein abgelaufener Pass vorhanden und sind die Personaldaten gleich geblieben, dann genügt ein Antrag (Formular von der Website downloaden!), der alte Pass, sowie (1), (2), tw. (3 )und (5).

Um weitere Informationen über Neuausstellung eines Reisepasses, Namensänderung, Eintragung eines Kindes in den Reisepass, Reisepass verloren oder gestohlen, Reisepass bei Auslandsreise vergessen u.v.m. zu erhalten, klicken Sie auf die Website www.help.gv.at.

Quelle: www.help.gv.at

Tipps für Reisen in die USA

Einreisebestimmungen:

Wenn Sie mit Kindern reisen, beachten Sie bitte, dass diese einen eigenen Reisepass mitführen müssen. Es genügt nicht mehr, dass diese nur im Reisepass der Eltern eingetragen sind (dies ist nur dann möglich, wenn für die Kinder ein eigenes Visum vorgelegt werden kann).

Durch das so genannte Visa Waiver Program (VWP) können die Bürgern/innen der an diesem Programm teilnehmenden Länder (u.a. auch Österreich) für die Dauer von maximal 90 Tagen ohne ein Visum in die USA einreisen. Dies gilt nur für Reisen zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken. Journalistische Tätigkeiten, Studium, Ausbildung, Forschung, Austauschprogramme, Vorträge, Arbeitsaufnahme, Au-pair oder Heirat verlangen nach einem Visum!

Inhaber von am oder nach dem 16. Juni 2006 neu ausgestellten, österreichischen Reisepässen (mit Chip und digitalisiertem Foto) können visumfrei in die USA unter dem Visa Waiver Program einreisen.

Visumpflicht besteht  für alle bordeauxroten Reisepässe, welche zwischen dem 26. Oktober 2005 und 15. Juni 2006 ausgestellt bzw. verlängert wurden. (Anmerkung: die Ausstellung eines neuen Reisepasses ist kostengünstiger als die Beantragung eines Visum!)


Gepäcks- und Zollbestimmungen:

Da auf den Flughäfen systematisch Sprengstoffkontrollen durchgeführt werden, sollten die Koffer nicht mehr verschlossen werden! Verschlossene Koffer dürfen von den Sicherheitsbeamten jederzeit mit Gewalt geöffnet werden – für Beschädigungen oder Verlust können diese dann nicht haftbar gemacht werden.

Sie dürfen kein frisches, getrocknetes oder in Dosen eingemachtes Fleisch und Fleischprodukten in die USA einführen! Erwachsenen ab 21 Jahren ist es gestattet  200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder zwei Kg Tabak sowie einen Liter Alkohol (Bier, Wein oder Schnaps) und Geschenke im Wert von $100  zollfrei in die USA einzuführen.


Sicherheitsvorschriften an Flughäfen:

Flüssigkeiten, Gels und Sprays dürfen weiterhin in Packungen bis zu je 100ml im Handgepäck mitgeführt werden. Diese müssen aber in einem transparenten, wiederverschliessbarem Plastikbeutel - mit einem Füllvermögen von bis zu einem Liter- verpackt werden. Pro Person ist aber nur ein Beutel erlaubt!

Folgende Artikel sind davon ausgenommen und können zusätzlich zum Plastikbeutel mitgenommen werden:
- Babynahrung (wenn Sie gemeinsam mit einem Baby oder Kleinkind
  reisen)
- Spezial-Nahrung (z.B. für medizinische Zwecke)
- Medikamente (für die gesamte Dauer der Reise inklusive Aufenthalt
  am Zielort)

Folgende Artikel muss man an den Sicherheitskontrollenseparat vorweisen:
-  der transparente Plastikbeutel mit den Artikel zu je max. 100ml
-  Laptops und elektronische Geräte (MP3-Player, Handys,...)
-  Jacken und Mäntel

Artikel und Beutel, die nicht den Vorgaben entsprechen, müssen bei den Sicherheitskontrollstellen entsorgt werden.

Quelle: www.aua.at , www.visit-usa.at

Koffer richtig packen

Notwendiges einpacken, Überflüssiges weglassen: Die Tipps zum Koffer packen klingen oft banal, trotzdem halten sich viele Urlauber nicht daran: 

Reduzieren des Gewichts

Gebrauchsgegenstände wie Zahnpasta oder Haarwaschmittel, Sonnenmilch oder auch Badelatschen können direkt am Urlaubsort gekauft – und bei der Abreise auch zurückgelassen – werden. Auch sechs Bücher gehören nicht in die Urlaubstasche: Einen guten Roman und vor Ort gibt es im Buchhandel immer etwas Nachzukaufen. Der beste Trick ist aber immer noch die wirkliche Begrenzung auf das absolut Notwendige: Vielleicht reichen ja auch nur zwei Paar Schuhe und zwei Hosen.

Schweres nach unten

Lars Maschmeyer vom Taschen- und Kofferhersteller Bree hat viele Tipps parat, wenn es um das richtige Koffer packen geht: "Schwere Gegenstände immer nach unten packen, dann leichtere Sachen drauf packen und den Koffer Stück für Stück aufbauen", rät der Experte. "Bei Koffern mit Rollen sollten die schweren Gegenstände auf der Seite untergebracht werden, wo sich die Rollen befinden." Ein eng gepackter Reisekoffer kann auch platzen, erst recht die Flasche Sonnenmilch innendrin. Sollen also doch Flüssigkeiten eingepackt werden, dann sind sie sicher in einer wasserfesten Kulturtasche oder in einem verknoteten Plastikbeutel.

Ein locker gepackter Koffer lässt auch Kleidungstücke weniger stark knittern. "Socken und Unterwäsche können zusammengeknüllt dazu genutzt werden, Hemden- und Blusenkragen zu stopfen, damit diese ihre Form nicht verlieren", rät Maschmeyer. Jacken, Hosen, Röcke und Blusen sollten ungefaltet in den Koffer gelegen werden, an den Knickstellen werden Socken untergelegt. Am besten wird nach den schweren Lasten auf dem Kofferboden mit einem weichen, dicken Handtuch fortgefahren, dann folgen die empfindlichen Kleidungsstücke und den Abschluss bildet wieder etwas Schweres und Weiches. Ist etwas besonders empfindlich, dann kann es noch einmal separat in einem Tuch eingewickelt werden. Alternativ helfen auch spezielle Wäschebeutel, die für Anzüge und Hemden verwendet werden können und wie ein normaler Kleiderbügel transportiert werden.

Koffer richtig wählen

Es gibt große und kleine, harte Schale und weiches Material, Koffer und Rucksack. Es ist auch eine Frage der eigenen Vorlieben, welche Schale für das eigene Gepäck am besten passt. Zumindest Maschmeyer ist sich sicher: "Wir empfehlen Weichgepäck mit Reißverschlüssen. Diese besitzen zwar ebenfalls einen harten Rahmen, sind aber leicht verformbar und verteilen die Kräfte, die im Inneren des Koffers entstehen, besser. Hartschalenkoffer platzen bei einem Sturz oder einem Stoß schneller. Der Innendruck kann sich nicht verteilen, Scharniere und Schlösser platzen auf." Nicht nur ein guter Schutz gegen Diebstahl, sondern auch gegen Verhakung und Masterialriß sind innenliegende Fächer und Taschen. "Oft verursachen Außenfächer sowie Außenschmuck, dass sich Reisekoffer verhaken", sagt Maschmeyer. "Die außen verstauten Gegenstände kommen dann eventuell zu Schaden."

Quelle: www.weltbericht.de/ratgeber-koffer-packen.html

Telefonkosten im Urlaub

Hier ein paar Dinge, auf die man achten sollte:

Anders als in Österreich sind ankommende Gespräche für den Angerufenen kostenpflichtig. Auch Gespräche innerhalb des Urlaubslandes sind nicht billig. Vor dem Auslandsaufenthalt sollte man sich daher bei der Hotline des Providers nach den Tarifen und dem günstigsten Roaming-Partner erkundigen (A1: 0800-664664, www.a1.net; T-Mobile: 0676-2000, www.t-mobile.at; One: 0699-70699, www.one.at; tele.ring: 0800-650650, www. telering.at; Drei: 0800-303000, www.drei.at). Wichtig ist auch, dass man den Roaming-Partner manuell im Handy einträgt. Handys haben die Gewohnheit, sich ins jeweils stärkste Netz einzubuchen.

Braucht man die Mobilbox nicht, sollte man alle Rufumleitungen auf den virtuellen Anrufbeantworter ausschalten, sonst wird das teure passive noch zu einem aktiven Gespräch, weil das Telefon zurück nach Österreich zur Mobilbox umgeleitet wird. Ruft man die Mobilbox dann noch ab, so blecht man ein drittes Mal und legt summa summarum gleich bis zu drei Euro für eine möglicherweise unnötige Nachricht ab. Jedenfalls günstiger gehts mit SMS. Die Nummern müssen richtig gespeichert werden, mit 0699... erreicht man niemand:+43699...

Steckdosen fürs Ladegerät könnten nicht passen (wie für den Fön auch nicht), Adapter mitnehmen.

Telefonieren im Ausland ist teuer, trotz aller Tipps.

Quelle: Kleine Zeitung vom 11. Juni 2003

Tipps für Sonnenbäder

Sonnenbaden ist ein Genuss mit hohem Preis: Es macht alt.
Hier einige Tipps:

1. Empfohlen werden maximal 50 Sonnenbäder pro Jahr. Solarienbesuche werden mitgezählt, die Sonnenbank als Vorbereitung auf die Freiluftbräune ist daher Schnee von gestern. Die Haut soll sich langsam an die Sonne gewöhnen.

2. Eincremen ist Pflicht! Der Sonnenschutzfaktor hängt vom Hauttyp ab. Die Eigenschutzzeit der Haut ist jene Zeit, die Sie maximal ohne Sonnenbrand in der Mittagssonne bleiben können ( nicht austesten!). Multipliziert man die Eigenschutzzeit mit dem Sonnenschutzfaktor, so ergibt sich jene Zeitspanne, die Sie maximal in der Sonne bleiben können, ohne Schaden zu nehmen.

3. Unbedingt schon 30 Minuten vor dem Sonnenbad, also noch im Zimmer, eincremen. So lange braucht der Filter nämlich, um seine Schutzfunktion zu entfalten. Beim Eincremen dick auftragen, nur dann leistet der Schutz was er verspricht.

4. Die schonendste und intensivste Bräune bekommen Sie übrigens im Schatten: Die Strahlungsintensität beträgt dort 50 Prozent.

5. Ein wasserfester Sonnenschutz ist anzuraten, auch wenn Sie nicht ins Wasser gehen, Schweiß ist auch Wasser. Nach einem Bad trotzdem neu eincremen, da der Sonnenschutz durch das Abtrocknen im Handtuch bleibt. Sonnenallergiker sollten zu fettfreien Gels greifen.

6. Ein Sonnenbrand ist eine Überdosis an UVB-Strahlen mit Entzündungsfolge. Botenstoffe werden freigesetzt, die die Gefäße erweitern und ein Jucken und Brennen auslösen. Bei einem schweren Sonnenbrand kann die Oberhaut vollständig zerstört werden, wobei das Hautkrebsrisiko dramatisch steigt. Ein Sonnenbrand mit Blasenbildung in der Kindheit kann das Krebsrisiko verdoppeln.

7. Fleckige Bräune ist ein Zeichen für zu viel Sonne oder Sonnenunverträglichkeit durch die Antibabypille, Parfum oder Medikamente. Zurückhaltung ist angebracht.

8. Im Falle eines leichten Sonnenbrandes: Topfen oder Joghurt zur Kühlung auf die Haut auftragen. Hautberuhigend wirken auch kalte Wickel aus Schwarztee, Buttermilch oder Essig.

Quelle: Woman, Ausgabe 13 vom 20.6.2003

Sonnenschutz

Jede zu große Dosis von Sonnenstrahlen verändert die Struktur unserer Hautzellen. Diese Schäden können irreparabel sein - von beschleunigten Hautalterungsprozessen bis zum Hautkrebs. Das Risiko eines Sonnenbrandes hängt sehr stark vom Hauttyp ab. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Typen:
 
Hauttyp 1
Optische Merkmale: blasse Haut, rote oder rotblonde Haare, Sommersprossen, helle Augen, extrem empfindliche Haut
Reaktionen auf Sonne: sofort Hautrötung, schwerer Sonnenbrand, Haut schält sich, keine Bräunung
Empfehlung*): möglichst Sonne meiden, nur kurze Sonnenbäder, mindestens LSF 15
 
Hauttyp 2
Optische Merkmale: helle Haut, blondes Haar, helle Augen, empfindlich
Reaktionen auf Sonne: rasch Sonnenbrand, schwache Bräunung möglich, Haut schält sich
Empfehlung*): erst LSF >12, später evtl. LSF 9 – 12
 
Hauttyp 3
Optische Merkmale: normale Haut, hellbraune Haare graue, grüne oder braune Augen, Sonne gut verträglich
Reaktionen auf Sonne: selten Sonnenbrand; wenn Sonnenbrand, dann nur leicht, bräunt gut
Empfehlung*): erst LSF >8, später LSF >5
 
Hauttyp 4
Optische Merkmale: vorgebräunte bis dunkelbraune Haut, dunkle Haare, braune Augen
Reaktionen auf Sonne: kaum Sonnenbrand, rasche und tiefe Bräunung
Empfehlung*): erst LSF >4, später >2

*) LSF muss immer an die Besonderheiten des Zielgebietes angepasst werden.
 
Quelle: www.tii.de

Tipps für eine gesunde Bräune

Wissenschaftler und Hautärzte warnen vor den schädlichen Sonnenstrahlen und vor Sonnenbrand. Muss man deshalb mit aschfahler oder weißer Haut herum rennen? Nein, aber folgendes wird geraten:

Die Haut sollte den ganzen Sommer eine Grundpflege mit einer Hautlotion bekommen, welche 3 Prozent Vitamin E enthält. Das schützt in vielen Fällen vor der gefürchteten Mallorca-Akne. Man sollte 3 Wochen vor Urlaubsantritt mit dem Einreiben der Optolind-Lotion beginnen. Sonnenbaden ja, aber mit Maß und Ziel. Und ausschließlich mit Sonnenschutzmitteln ab Faktor 8 bis 15 aus der Apotheke. An heißen Tagen nicht zur Zeit der intensivsten Sonne - zwischen 11 und 14 Uhr - braten.

Und dann gibt es einen Trick, der durch den vorsichtigeren Umgang mit der Sonne an Bedeutung gewinnt: Sich braun essen. Nicht mit Pillen, sondern mit der täglichen Nahrung. Gesunde Bräune durch Naturprodukte. Der Vorteil dabei: Man wird von innen braun, braucht nicht so lange in der Sonne sein und stärkt auch noch die Immunkraft.

Besonders viel bräunende Substanzen enthalten Feigen, Birnen und Sellerie. Zitrusfrüchte, ganz besonders Grapefruits und Mandarinen, enthalten in reichem Maße das leicht braun färbende Bergamott-Öl. Karotten, Spinat und Kopfsalat sind wertvolle Spender von Betakarotin, das ebenfalls von innen her der Haut eine leichte Braunfärbung verleiht. Allerdings funktioniert das nur, wenn man mit den Karotten gesunde Fette aufnimmt: Salatdressing mit Distel-, Oliven- oder Maiskeimöl. Auch Milch, Pflanzenöle und Fisch helfen durch Vitamin A, dass man schneller braun wird. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie augenblicklich braun werden, aber durch regelmäßigen Konsum wird der Bräunungsprozess im Sommer beschleunigt.

Und danach hält die Bräune länger auf der Haut und hilft, die Ferienstimmung für Wochen zu bewahren.

Quelle: "Gesund und fit in den Urlaub" von Prof. Hademar Bankhofer, Verlag des Österreichischen Kneippbundes, Leoben, Nr. 916019778

Der Reisekrankheit vorbeugen

Die Reisekrankheit gibt es, seit Menschen unterwegs sind. Typische Symptome sind ein flaues Gefühl im Magen, häufiges Gähnen, Schwindelanfälle, Erbrechen, kalter Schweiß, u.a. Wer Angst vor der Reisekrankheit hat, bekommt sie außerdem meist ganz sicher.

Schon 24 Stunden vor dem Reiseantritt sollte man Alkohol, Nikotin, starken Bohnenkaffee und scharfe Gewürze meiden. Essen Sie nichts Fettes, nichts Schweres und vor allem keine blähenden Speisen. Besser Obst, Gemüse, Vollkornbrot und Milchprodukte. Kauen Sie rohe Petersilie! Trinken Sie Mineralwasser, Kamillen-, Pfefferminz- oder Ysoptee!

Heute gibt es außerdem sehr wirkungsvolle Mittel aus der Apotheke:
Kaugummi-Dragees, mit denen sich die Reisekrankheit einfach wegkauen lässt.

Beachten Sie zusätzlich folgende vorbeugende Maßnahmen:

- Beim Autofahren ist der Lenker am wenigsten betroffen, der Platz
  neben ihm ist der sicherste. Lockere, bequeme Kleidung und Pausen
  mit Atemübungen beugen vor.
- Im Bus sitzt man auf den vordersten Plätzen am besten.
- In der Bahn sollte man mit Blick in Fahrtrichtung sitzen.
- Im Flugzeug sollte man einen Platz am Mittelgang und in der Mitte des
  Flugzeuges wählen, dort schaukelt es am wenigsten. Dann Kleidung
  lockern, Schuhe ausziehen und Beine ausstrecken.
- Auf Schiffen, wo die Reisekrankheit als Seekrankheit besonders
  massiv auftritt, sollte man wissen: Ganz vorne im und auf dem Schiff
  wird einem am schnellsten übel. Am ruhigsten sind die Kabinen und
  Aufenthaltsräume in der Mitte und im Bauch des Schiffes. Oben
  schaukelt es am stärksten.

Quelle: "Gesund und fit in den Urlaub" von Prof. Hademar Bankhofer, Verlag des Österreichischen Kneippbundes, Leoben, Nr. 916019778

Tipps für Flugreisen

Folgende Tipps sollten Sie sich zu Herzen nehmen, wenn Sie mit dem Flugzeug bequem reisen möchten:

1. Legen Sie sich Reisedokumente (Personalausweis, Reisepass, Visum) und Reisepapiere (Buchungsunterlagen) griffbereit. Denken Sie auch an die Unterlagen für Ihre Reisekrankenversicherung. Etwas Bargeld benötigen Sie möglicherweise am Flughafen für die Sicherheitsgebühr oder Flughafensteuer.

2. Packen Sie besser zwei als einen ganz großen Koffer, denn Sie können sich sonst schnell einmal "verheben".

3. Wenn es geht, dann checken Sie am Abend vor der Reise ein. So können sie wesentlich ruhiger ohne Gepäck an den Start gehen.

4. Gehen Sie ausgeruht an den Start. Schlafprobleme und Aufgeregtheit lassen sich oft durch ein mildes Baldrian-Präparat lindern.

5. Tragen Sie keine einengenden Kleidungsstücke auf der Reise. Geschäftsreisende dürfen ihre Krawatte lockern. Denken Sie auch an ein wärmendes Kleidungsstück, denn mitunter ist es im Flugzeug recht kühl.

6. Alkoholische Getränke direkt vor der Reise sind tabu, denn oft ist bei Ein- oder Ausreise viel zu regeln, worüber man unter Alkohol leicht den Überblick verliert.

7. Blähende Speisen vor der Abreise sind ebenfalls tabu, denn die Darmgase dehnen sich unter den geänderten Druckverhältnissen im Flugzeug aus und führen zu Blähungsbeschwerden. Verzichten Sie aus dem gleichen Grund auf alle kohlensäurehaltigen Getränke an Bord.

8. Wenn Ihnen Fliegen neu ist, oder Sie sorgenvoll stimmt, wenden Sie sich ruhig an die Flugbegleiter. Fragen Sie sie aus und Sie werden sehen, dass Fliegen wie "Busfahren über den Wolken" ist. Genießen sie das Bordvideo, Sie werden jede Menge Ablenkung finden.

9. Ihr Kreislauf dankt es Ihnen, wenn Sie sich bewegen. Halten Sie Ihren Blutfluss auch im Flugzeug in Gang. Alle halbe Stunde einmal kurz aufstehen und alle Stunde ein kurzer Gang wird Ihnen gut tun. Im Sitzen abwechselnd Zehen und Fersen anheben, Zehenspitzen hochheben, dann Zehen am Boden oder im Schuh "festkrallen". Kissen zwischen den Knien "festklammern", mehrmals die Oberschenkel kräftig aneinander pressen. Dann Gesäß mehrmals anheben. So aktivieren Sie nacheinander die Fußsohlen-, Sprunggelenks-, Wadenmuskel-, die Oberschenkelmuskelpumpe, verbessern den Rückstrom des venösen Blutes im Leistenbereich und im Bauchraum. Trinken Sie zumindest bei längeren Flügen 0,5–1 l mehr Flüssigkeit als sonst, die Luft ist trocken an Bord. Das Austrocknen der Nasenschleimhäute verhindern Sie durch Nasensprays aus Salzlösung.

10. Rauchen an Bord erhöht Ihre persönliche Kabinendruckhöhe um bis zu 1000 m. Das ist nicht gesund. Versuchen Sie im Flugzeug auf das Rauchen zu verzichten.

Quelle: http://www.die-reisemedizin.de/data/tipps/flug.xml

Sicherheit während Flugreisen

Wer sich für eine Reise mit dem Flugzeug entscheidet, hat das sicherste Verkehrsmittel überhaupt gewählt. Viele Unfälle und Verletzungen, die sich im Luftverkehr ereignen, hängen überhaupt nicht mit Abstürzen, Notlandungen oder ähnlichem zusammen, sie ereignen sich im alltäglichen Flugbetrieb und betreffen dabei oft nur den individuellen Passagier. Durch den richtigen Umgang mit dem Sicherheitsgurt minimiert man das eigene Risiko weiter.

Der Sicherheitsgurt muss am Becken eng anliegen, damit zum Beispiel bei einer extram harten Landung, ein sehr scharfes Bremsen nach dem Landen oder auch beim Rollen oder ein Durchstartmanöver Verletzungen vermieden werden. Der Passagier soll gerade und aufrecht sitzen, eine Wirbelsäule ist instabiler und verletzungsgefährdeter, wenn sie verdreht oder krumm ist. Daher: Vor allem bei Landungen - am besten auch bei Starts - gerade sitzen, den Rücken fest an die Lehne drücken und nach vorne schauen. Bei Starts und Landungen müssen die Rückenlehnen gerade stehen, sonst besteht die Gefahr, dass der Hintermann mit dem Kopf auf die zurückgestellte Lehne prallt.

Empfehlenswert ist das Anlegen des Gurtes während des gesamten Fluges. In jedem Fall sind die Anschnallzeichen immer ernst zu nehmen, damit es bei Turbulenzen zu keinen Verletzungen kommt. Wichtig ist, dass der Gurt auch nach der Landung, beim Rollen auf dem Taxiway zum Terminal, geschlossen gehalten wird. Auf dem Vorfeld des Flughafens herrscht immer dichter Verkehr, da kann es schon vorkommen, dass der Pilot etwas heftiger auf die Bremse steigen muss, wenn eine Vorfahrt missachtet wird.

Handys sind tatsächlich eine Gefahr für die Elektronik eines Flugzeuges und sollten daher während des Fluges ausgeschalten sein.

Quelle: Frank Littek: Fliegen ohne Angst. Reise-Know-How Verlag. ISBN 3-89416-754-8.

Übungen für Langstreckenflüge

Heute gibt es Tipps, wie Sie mit acht kleinen Übungen auf Langstreckenflügen Rückenschmerzen, dicke Beine und Thrombosegefahr vermeiden können.

Stundenlang eingezwängt im Flugzeugsitz bewegungslos zu verharren, das geht nicht gut. Wer sich auf Langstreckenflügen nicht ausreichend bewegt, riskiert nicht nur steife Gelenke, verspannte Muskeln und flache Atmung, sondern auch Thrombosen in den Beinen. Wir stellen Ihnen acht Übungen vor, die in weniger als zehn Minuten aus müden Passagieren lockere Urlauber machen.

1. Die Fußpumpe
Füße flach auf den Boden stellen. Dann abwechselnd (etwa im Sekundenrhythmus) Hacken und Zehen heben und wieder auf den Boden drücken (60mal, regt die Wadenmuskulatur an, dadurch wird das abgesackte Blut wieder hochgepumpt).

2. Der Beinsteller
Knie abwechselnd beugen, bis die Hacken unter dem eigenen Sitz sind, dann so weit wie möglich strecken, als wollten sie jemandem ein Bein stellen (10mal, lockert das versteifte Kniegelenk, bringt Schwung in die Muskeln).

3. Der Nasenstüber
Abwechselnd das linke und rechte Knie in Richtung Nase heben. (10mal, lockert die Hüftgelenke und -muskeln).

4. Der Bauchtanz
Setzen Sie sich aufrecht, Schultern hängenlassen. Spannen Sie den Bauch an und versuchen Sie, den Rücken mit dem Bauch in die Rückenlehne zu drücken. Dann den Bauch so weit wie möglich herausstrecken (8mal, hält die Lendenwirbelsäule beweglich).

5. Der Baumkratzer
Lehnen Sie sich zurück und stellen Sie sich vor, die Rückenlehne sei ein knorriger Baum, an dem Sie sich den Rücken kratzen wollen. Schieben Sie dazu den Rücken mit minimalen Bewegungen seitlich hin und her (20mal, lockert die Brustwirbelsäule).

6. Der Umgucker
Den Kopf einige Male langsam nach den Seiten drehen und dazwischen das Kinn auf die Brust drücken. Nie kreisen - das kann Kopfschmerzen auslösen (8mal, lockert die Halswirbelsäule).

7. Der Schulterkreisel
Hier ist Kreisen erwünscht. Schultern vorne heben und nach hinten runterziehen (20mal, wirkt der gekrümmten Sitzhaltung entgegen).

8. Der große Seufzer
Aufrecht sitzen, Füße flach auf den Boden stellen, Ellbogen zu den Seiten wegstrecken. Hände kräftig gegeneinanderdrücken und die Luft durch die gespannten Lippen mit einem leisen »fffffffffff« entweichen lassen (10mal, aktiviert die Atmung).

Quelle: www.gesundesleben.at

Die Reiseapotheke

An die Reiseapotheke sollte man vor jeder Abreise in den Urlaub grundsätzlich immer denken. 

Hier die gesunden Tipps des Gesundheitsministeriums:

Zunächst sollte man unterscheiden, ob man im Zusammenhang mit der Reiseapotheke von Medikamenten spricht, die man auch zu Hause ständig nimmt, oder von jenen Medikamenten, die speziell für die Gesundheitsstörungen auf Reisen gedacht sind. Medikamente, die man permanent einnehmen mus, sollten auf jeden Fall einen besonderen Platz in der Reiseapotheke haben, denn oftmals kann das Fehlen eines bestimmten Wirkstoffs (z.B. Insulin für Diabetiker) lebensbedrohliche Folgen haben. Der für die Reise nötige Gesamtvorrat dieser Medikamente gehört unbedingt ins Handgepäck, eine kleine Reserve noch zusätzlich ins Fluggepäck.

Manche Medikamente unterliegen auch schon in Österreich bestimmten arzneimittelrechtlichen Vorschriften, weil sie in der Hand des Laien nicht ungefährlich sind - hier muss nach Absprache mit dem Arzt möglicherweise ein mehrsprachiges Attest vorliegen, das die problemlose Mitnahme durch den Zoll gestattet. Ganz allgemein gilt, dass kleine Mengen von Medikamenten unschwer für den Eigenbedarf erkennbar sind, aber größere "Vorräte" bei länger dauernden Auslandsaufenthalten schon einmal am Zoll beanstandet werden können - daher eine Erklärung mitführen, warum so viel von einem bestimmten Medikament gebraucht wird.

Wer auf Reisen Medikamente mitnimmt, sollte auf den richtigen Transport achten. Ungeschützt können Medikamente auf bis zu 70 Grad erwärmen und dadurch ihre Wirkung verlieren – Daher sollten sie in Alufolie eingewickelt werden, denn trotz praller Sonne können sie sich so kaum erhitzen.

Folgende Artikel sollten auf jeden Fall in Ihrer Reiseapotheke vorhanden sein:

- Fieberthermometer, Pinzette, Schere, Fremdkörperhäkchen
- Spritzen und Nadeln sowie sonstiges medizinisches Equipment in 
  Ausnahmefällen und dann nur mit mehrsprachiger Erklärung
- elastische Binde, Dreieckstuch, Kompressen, Pflaster,
  Wundklebestreifen
- Insektenschutzmittel und Sonnenschutz/
- Hautdesinfektion, ev. Wasserdesinfektion
- "Pille, Hygieneartikel, Kondome, Ohropax etc.

Ganz speziell sollten auf Reisen folgende Arzneien mitgeführt werden:

- Durchfallmedikamente (Imodium, Enterobene; Vorsicht, nie bei
  fieberhaftem Durchfall!), Kohlepräparate sind sinnlos!
- Breitbandantibiotikum: mit dem Arzt besprechen!
- Orale Rehydrierungslösung (für Kinder als fertiges Granulat in der
  Apotheke); für Erwachsene: Orangensaft plus 1 EL Zucker plus 1KL
  Salz; kein Coca-Cola (zu viel Zucker!)
- Augen-und Ohrentropfen (ev. mit Antibiotikazusatz)
- Schmerzlindernde und fiebersenkende Mittel
- Mittel gegen Erbrechen, antiallergisches Mittel (Tabletten und
  Salbe/Creme)
- Nasentropfen, Hustenmittel, Wund- und Heilsalbe.

Quelle: www.gesundesleben.at

Reisen mit Kindern

Wer mit Kindern in den Urlaub fährt, sollte folgende Dinge grundsätzlich beachten:

Kinder und die Urlaubsdestination

Für Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sind Fernreisen als sehr problematisch einzustufen. Grundsätzlich ist davon abzuraten, da die medizinische Versorgung in vielen Ländern merklich unter dem europäischen Standard liegt. Damit scheiden praktisch alle Entwicklungsländer als Reiseziele aus.

Für Erwachsene banale Gesundheitsstörungen können für Säuglinge leicht hoch gefährlich werden. Das gilt besonders für die so häufig auftretende akute Durchfallserkrankung (Reisediarrhöe). Bereits ein kurzer Durchfall, bei Kleinkindern häufig mit Erbrechen verbunden, kann zu erheblichen Flüssigkeits- und auch Elektrolytverlusten mit der Gefahr einer Austrocknung (Dehydration) führen.

Aber auch viele andere Gesundheitsstörungen - wie plötzlich einsetzende, hochfiebernde Zustände jeglicher Ursache, allergische Hautausschläge und schwere Infekte - können eine Intervention erforderlich machen, die in vielen Gebieten der Dritten Welt nicht möglich ist.

Außerdem muss man bedenken, dass ein optimaler reisemedizinischer Schutz im Sinne von Impfungen  bei Säuglingen nicht möglich ist. Aus medizinischer Sicht sollten Reisen mit Säuglingen am besten auf den westeuropäischen Raum (inklusive Griechenland) beschränkt werden. . Bereits die Türkei ist  wegen der hohen Durchfallswahrscheinlichkeit bereits als problematisch einzustufen.


Kinder und Sonne

Babyhaut ist sehr empfindlich und muss daher besonders vor Sonne geschützt werden. "In den ersten zwölf Monaten besteht noch kein Schutzmechanismus durch eigene Hautpigmente. Empfindliche Baby- und Kinderhaut muss daher etwa eine halbe Stunde vor der Sonnenbestrahlung mit wasserfestem Sonnenschutzmittel eingecremt werden", sagt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München.

Auch Kleinkinder dürften sich nur mit luftdurchlässiger und schützender Kleidung sowie einer Kopfbedeckung für kurze Zeit in der prallen Sonne aufhalten. Bekommt ein Kind trotzdem einen Sonnenbrand, sollte dem Verband zufolge die Haut am besten mit kalten Umschlägen gekühlt werden.

Bei stark geröteter Haut rät der Kinder- und Jugendarzt Karl Stiller aus Homburg (Saarland) zu schmerzlindernden und feuchtigkeitsspendenden Hausmitteln wie Topfenauflagen oder Gurkenscheiben. Antientzündliche Gele und Lotionen linderten das Brennen. Fettsalben seien nicht geeignet.

Bei Anzeichen eines Sonnenstichs wie Fieber, einem hochroten Kopf sowie verminderter Ansprechbarkeit müsse das Kind sofort in den Schatten und ein Notarzt gerufen werden.

Quelle: www.gesundesleben.at

Regentage im Urlaub

Auch Regentage im Urlaub kann man  zu einem positiven Ereignis umfunktionieren. Lassen Sie sich von schlechtem Wetter nicht die gute Laune verderben - das würde sich nur negativ auf das Immunsystem auswirken.

Hier ein paar Tipps:

Fluchen Sie nicht, wenn es beim Aufwachen regnet. Programmieren Sie Ihren Tag nicht negativ. Legen Sie im Urlaubshotel einen Innentag ein, nehmen Sie ein Wannenbad mit duftenden Kräuterzusätzen oder gehen Sie in die Sauna.

Eine andere Möglichkeit:  Bleiben Sie im Bett. Faulenzen Sie. Schlafen Sie einmal richtig aus.

Planen Sie schon zu Hause Regentage im Urlaub mit ein. Nehmen Sie Lektüre mit. Endlich kommen Sie dazu Bücher zu lesen, für die Sie das ganze Jahr keine Zeit haben.

Ziehen Sie sich warm an und gehen Sie im Regen spazieren. Sie werden erleben, wie erholsam das ist. Eine Regenlandschaft kann sehr romantisch sein. Regen wirkt beruhigend auf gestresste Nerven. Die regennasse Luft tut den Bronchien und der Gesichtshaut gut.

Wetten: Wenn Sie einmal einen Regentag bewusst erlebt haben, dann wünschen Sie sich bald wieder einen.

Quelle: Prof. Hademar Bankhofer. Gesund & fit in den Urlaub. Verlag des Österreichischen Kneippbundes, Leoben 2002

Haustiere und Urlaub

Tierbesitzer sind gut beraten, Ihren Urlaub rechtzeitig zu planen.Nicht zuletzt deshalb, um sich und Ihren tierischen Hausgenossen stressfreie Urlaubstage zu gönnen.Teilweise wird es möglich sein, das Haustier einfach mit in den Urlaub zu nehmen. Selbverständlich sollte man sich vorher rückversichern, ob und welche Tiere am Urlaubsort erlaubt sind und in welcher Höhe Zusatzkosten entstehen.

Voraussetzungen:
Für Reisen mit Haustieren müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Da diese Bestimmungen laufend Änderungen und Anpassungen unterworfen sind, sollten Sie rechtzeitig bei Ihrem Tierarzt Informationen einholen.Weitere Informationen hierzu finden Sie unter :www.bmgf.gv.atBei Reisen mit Haustieren gibt es laut EU Verordnung eine generelle Kennzeichnungspflicht der Tiere ( Katzen, Hunde, Frettchen )und die Verpflichtung einen EU-Heimtierausweis (= pet pass) mitzuführen. Unterlagen zum Heimtierausweis finden Sie in unserem Downloadbereich.

Wie erfolgt die Kennzeichnung:
Aus Tierschutzgründen ist die Kennzeichnung mittels Mikrochip empfehlenswert (= chippen). Dabei wird dieser ambulant an der linken Halsseite des Tieres implantiert. Der am Chip befindliche Zahlencode wird in einer zentralen Datenbank registriert und erleichtert somit die Zuordnung von Tieren zum Tierhalter / zur Tierhalterin.

Kostenfaktor Reinigung:
Die meisten Vermieter von Ferienwohnungen wissen, dass durch Tiere ein höherer Reinigungsaufwand entsteht und lassen sich diesen bezahlen. Auch ist es noch ein wesentlicher Unterschied ob man mit einem kleinen Yorkshire-Terrier von 2kg Körpergewicht oder einem 60 kg schweren Bernhardiner die Reise antritt.

Vorsicht bei tropischen Zonen:
Da viele Tiere eine kompliziertere Wärmeregulation haben als wir Menschen, muss man in warmen oder klimatisch extremen Gebieten mit Kreislaufschwierigkeiten seines Tieres rechnen.Schlimmstenfalls findet man sich mit einem kollabierten Vierbeiner beim Tierarzt wieder.

Tierpension als Alternative:
Natürlich gibt es Urlaubsziele, die man bedenkenlos bereisen kann.In allen anderen Fällen sollte man sich rechtzeitig nach einer guten Tierpension umsehen, sofern aus dem persönlichen Umfeld niemand die Pflege übernehmen kann.

Quelle: www.landestierschutzverein.at

Nesseltiere und -prophylaxe

Jedes Jahr setzen sich etwa 900.000 Österreicher während ihres Badeurlaubes den Kontakten mit Nesseltieren aus und viele von ihnen erleben die Folgen auf der eigenen Haut (und jammern):

Zumeist beschränkt sich die Hautläsion auf brennende, oft streifenförmige urtikarielle Eruptionen (was jetzt nichts mit Vulkanausbrüchen zu tun hat, sich aber ähnlich anfühlt), die innerhalb einiger Tage verschwinden. Auch an den Strand gespülte Quallen und deren Fragmente können Hautläsionen hervorrufen. Taucher können am Riff durch den Kontakt mit Feuerkorallen und Seeanemonen schwere, ja mitunter lebensbedrohliche Verletzungen erleiden.

Ihre Waffen setzen die Nesseltiere einerseits zum Beuteerwerb ein (Menschen sind aber nicht vorrangiges Angriffsziel), wobei Planktonorganismen und kleine Fische augenblicklich gelähmt werden, um so den langsam fortbeweglichen oder ortsfesten Räubern nicht entgehen zu können. Andererseits sind die Nesseln auch hoch wirksame Verteidigungswaffen gegen Fressfeinde (was wieder nicht die Menschen sind, außer die die gerne kleine Fische speisen).

Der Kontakt der Nesselorgane mit Süßwasser ist ein starker Auslöser für die Giftinjektion. Sich als Quallenopfer unter die Dusche zu stellen, erweist sich daher als kontraproduktiv. Besser ist es, die betroffenen Hautareale mit trockenem Sand sorgfältig abzureiben und erst dann unter die Dusche zu gehen.

Mit diesem Mittel kann man sich vor Quallen schützen:
"Safe Sea" - es muss sorgfältig und auch auf die Haut, die vom Badeanzug bedeckt ist, aufgetragen werden. Ein Mischen mit einem Sonnenschutzmittel ist schlecht wegen mutueller Verdünnungseffekte, die dazu führen könnten, dass weder ein sicherer Quallenschutz noch der erwünschte Sonneschutz erreicht würde. Es ist auch überflüssig, weil ohnehin fixe Kombinationen von PBT und Sonnenschutz (Faktor 15 und Faktor 30) erhältlich sind.

Quelle: Zentrum für Reisemedizin, www.reisemed.at

Stechmücken und - prophylaxe

Zahlreiche Infektionskrankheiten (z.B. Malaria, Gelbfieber, Frühsommer-Hirnhautentzündung, Lyme-Borreliose) werden weltweit durch verschiedene Insekten übertragen. Dabei spielen die Stechmücken eine besonders wichtige Rolle, übertragen sie doch jährlich auf mehr als 700 Millionen Menschen Krankheitserreger. Jedes Jahr sterben alleine drei Millionen Menschen an Malaria.

Der Schutz gegen Stechmücken kann mit Repellentien, Insektiziden oder physikalischen Methoden durchgeführt werden. Die Auswahl des geeigneten Schutzes richtet sich nach der jeweiligen Situation. So müssen für Tropenaufenthalte strengere Maßnahmen gegen Stechmücken getroffen werden als in unseren Breitengraden. Bei Kleinkindern und Schwangeren müssen chemische Substanzen vorsichtiger angewendet werden. Zudem spielt es für die Anwendungsdauer eine Rolle, ob das abzuwehrende Insekt nur Nacht- oder Tag-Nacht-aktiv ist.

Repellentien

Repellentien sind Substanzen, welche Insekten fernhalten sollen. Diese werden auf die Haut aufgetragen und verdampfen langsam. Dadurch bildet sich ein „Geruchsmantel“, der abweisend auf die Insekten wirkt. Sinkt die Konzentration des Repellents so weit, dass der schützende Geruch fehlt, stechen die Mücken wieder zu. Beachten Sie Folgendes:

- Repellentien in dünner Schicht auf alle unbedeckten Hautstellen 
  auftragen!
- Kontakt mit Augen, Schleimhäuten und offenen Wunden vermeiden.
- Nach dem Auftragen Hände Waschen.
- Das Sonnenschutzmittel ist zuerst aufzutragen, ca. 15 Minuten
  danach das Reppelens! Achtung: Der Lichtschutzfaktor kann sich um
  bis zu 30% reduzieren!
- Schwitzen und mechanisches Abreiben verkürzen die Schutzdauer,
  deshalb Mittel alle 4 Stunden auftragen.
- Repellentien sind nicht wasserfest und sind deshalb nach jedem
   Wasserkontakt erneut anzuwenden.
- Grundsatz in Tropengebieten: der sichere Schutz steht über dem
  theoretischen toxikologischen Risiko, deshalb sollen sichere
  Wirkstoffe (DEET, Bayrepel® in Konzentrationen von mindestens
  20%) verwendet und alle 4 Stunden erneuert werden.
- Durch Imprägnierung der Kleidung mit Repellentien kann die
  Schutzwirkung verbessert werden. Achtung: einige Repellentien
  können Kunststoffe und Leder angreifen.
- Repellentien werden als Lotionen oder Sprays angeboten. Für das
  Gesicht sind Lotionen besser geeignet, zudem hält deren Wirkung im 
  Allgemeinen länger an.
- Achtung: Je nachdem, vor welchem Insekt das Repellens schützen
  soll, ist die Wirksamkeit unterschiedlich lang!

Physikalische Maßnahmen:

Frei von unerwünschten Wirkungen sind physikalische Maßnahmen. Hier einige Tipps dazu:

- Fliegengitter an Fenster und Türen anbringen.
- Die Mücken als wechselwarme Lebewesen werden unterhalb einer
  Temperatur von etwa 18° Celsius träge und verlieren bei 14° Celsius
  ihre Vermehrungsfähigkeit. Auch eine eingeschaltete Klimaanlage
  schützt deshalb wirkungsvoll vor Insektenstichen.
- Kleider schützen nur beschränkt gegen Mückenstiche. Diese können
  auch durch leichtes, der Haut eng anliegendes Gewebe stechen.
  Deshalb sollen helle und weite Kleider aus engmaschigem Material,
  die Körper inklusive Arme und Beine schützen, getragen werden.
- Bettnetze unter die Matratze geschlagen oder genügend lang,
  verleihen einen guten Schutz gegen Stechmücken.
- Sowohl Kleider als auch Bettnetze schützen besser, wenn sie mit
  Repellentien oder Insektiziden imprägniert werden.
- Duschen am Abend und Sockenwechsel reduziert die Attraktivität für
  Stechmücken (Schweiss und Duftstoffe werden entfernt).

Quelle: www.sprechzimmer.ch

Hitzekollaps und Hitzschlag

Ein feucht-heißes Klima führt bei allen Menschen zu Hitzebelastung. Der Körper versucht durch vermehrte Schweißproduktion die Haut zu kühlen und die Körpertemperatur zu senken. Wird dieser Regulationsmechanismus durch zu lange Aufenthalte oder übermäßige Anstrengung in der Hitze überlastet, kommt es in manchen Fällen zu Hitzekollaps oder Hitzschlag. Besonders gefährdet sind ältere Menschen.

Was ist ein Hitzekollaps?
Das Schwitzen bei hohen Temperaturen führt zu einem starken Salz- und Flüssigkeitsverlust. Zusätzlich erweitern sich die Blutgefäße der Haut, um durch die verstärkte Durchblutung Wärme abzugeben. Es kommt zu Kreislaufstörungen, da der Blutdruck stark absinkt und das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Zunächst kommt es zu Schwindelgefühl und Flimmern vor den Augen, in schweren Fällen kann es auch zu Verwirrtheit und einer kurzen Ohnmacht kommen.

Was ist ein Hitzschlag?
Ein Hitzschlag stellt die schwerste Form der Hitze-Erkrankungen dar. Er entsteht, wenn der Körper bei hoher Umgebungstemperatur nicht in der Lage ist, genügend Wärme abzugeben. Ursache ist eine nicht mehr funktionierende Schweißproduktion. Dadurch entwickelt sich ein Wärmestau im Körper. Zeichen eines Hitzschlages sind hohes Fieber und Bewusstlosigkeit. Im Gegensatz zum Hitzekollaps ist die Haut bei einem Hitzschlag heiß und trocken.Besonders gefährdet sind Personen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Diabetes) und alkoholisierte oder unter Drogen stehende Menschen. Auch der Aufenthalt in Menschenmassen (z.B. Fußballstadion) bei höheren Temperaturen stellt eine Gefahr dar.

Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
Da eine übermäßige Hitzeeinwirkung die Ursache von Hitzekollaps und Hitzschlag ist, sollte der Patient ins Kühle gebracht werden. Ist der Patient noch ansprechbar, sollten bei einem Hitzekollaps die Beine hochgelegt werden. Zusätzlich sollte der Patient viel trinken (keine heißen Getränke). Achtung: Ein Hitzschlag ist immer ein ärztlicher Notfall. Lagern Sie den bewusstlosen Patienten in der stabile Seitenlage im Schatten. Sie können mit kalten Wickeln versuchen, dem Körper Wärme zu entziehen

Wie kann man vorbeugen?
-
Setzen Sie sich nicht hohen Temperaturen aus. Suchen Sie vor 
   allem zur Mittagszeit einen kühlen Platz auf.
- Trinken Sie ausreichend - mindestens zwei bis drei Liter pro Tag!
- Tragen Sie Kleidung, die der Temperatur angemessen ist.
- Verzichten Sie bei hohen Temperaturen auf Alkohol.
- Meiden Sie Menschenmassen bei hohen Temperaturen.

Quelle: www.netdoktor.de

Sicheres Baden

Folgendes sollten Sie beim Baden und Schwimmen beachten:

- Gehen Sie niemals unmittelbar nach einer Mahlzeit ins Wasser, eine
  Stunde lang warten. Durch den Einfluss von kaltem Wasser auf den
  Bauch kann es zu Erbrechen, Schwindel und Ohnmacht kommen.

- Schwimmen Sie niemals zu weit ins Meer oder in einen See hinaus!

- Nicht zu lange in kaltem Wasser bleiben! Das kann durch die
  Unterkühlung beim Schwimmen zu Muskelverletzungen und zu
  Wadenkrämpfen führen.

- Nicht mit einem Kopfsprung in Gewässer, die Sie nicht kennen,
  eintauchen!

- Wenn der Körper durch die Sonne aufgeheizt ist, kann der Sprung ins
  kalte Wasser mit einem Herztod enden!

- Mit Schnupfen oder einer anderen Erkältung sollte man nicht in
  trüben, unreinen Gewässern schwimmen. Dies kann durch darin 
  enthaltene Limax-Amöben zu Gehirnhausentzündung führen.

- In den Ohren sollte kein Wasser zurückbleiben, es könnte zu einer
  Entzündung des äußeren Ohrganges kommen, wenn das Wasser nicht
  sauber war (Bade-Otitis).

- Seen und Teiche, die stark mit Wasserpflanzen bewachsene sind,
  sollte man wegen der Gefahr der Bade-Dermatitis meiden. Durch den
  Kot von Enten und Gänsen gelangen Eier ins Wasser, aus denen
  Larven schlüpfen, die zuerst zu Schnecken werden. Daraus
  entwickeln sich Saugwürmer mit dem Namen Zekarien. Sie bohren
  sich in die Haut des Menschen, rufen zuerst unangenehmen Juckreiz,
  danach eine heftige Infektion in Form eines Ausschlages aus.

Quelle: "Gesund und fit in den Urlaub" von Prof. Hademar Bankhofer, Verlag des Österreichischen Kneippbundes, Leoben, Nr. 916019778

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen am Urlaubsziel

Beachtet man einige Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit der fremden Umwelt, können einige unangenehme Überraschungen vermieden werden. Folgende Punkte sind beim Urlaub in fremde Länder zu beachte:

- Konsequent Mücken- oder Insektenschutzmittel verwenden
- Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene konsequent einhalten
- Keine ungeschützten Intimkontakte
- Nicht in tropischen Gewässern baden
- Nicht barfuß laufen
- Sich immer um guten Sonnen- und Hitzeschutz bemühen (Viel
  trinken!)
- Malariaprophylaxe-Tabletten konsequent einnehmen

Essen auf Reisen

Das Kennenlernen kulinarischer Genüsse des Gastlandes gehört natürlich zu den Attraktionen jedes Traumurlaubes. Doch nicht alles, was appetitlich aussieht, ist auch gesund für den Körper. Verunreinigte Speisen und Getränke sind eine häufige Infektionsquelle. Beim Essen ist deshalb Vorsicht geboten! Es sollte keine unpasteurisierte Milch, offene Getränke sowie ungekochte Nahrungsmittel - mit Ausnahme von Gemüse und Obstarten, die geschält oder enthülst werden können - konsumiert werden.

Ebenso können Speisen, die rohe oder ungenügend gekochte Eier enthalten, wie beispielsweise hausgemachte Mayonnaise, bestimmte Saucen oder Desserts eine Gefahr darstellen. Eis und Speiseeis sind problematisch, da man nicht weiß, ob sie aus hygienisch einwandfreiem Wasser hergestellt sind. Trinkwasser sollte abgekocht oder gechlort und gefiltert werden. Auch beim Fischessen ist ein gesundes Misstrauen angesagt: Bestimmte Fischarten und Schalentiere enthalten sogar in gut gegartem Zustand noch giftige Substanzen. Wenn möglich sollte man sich deshalb vor Ort über solche gefährliche Arten informieren.

Klimaveränderungen belasten den Organismus

Der menschliche Körper besitzt erstaunliche Fähigkeiten, um sich fremdem Klima anzupassen. Bei der heutigen Reisegeschwindigkeit lässt man dem Körper aber meistens zu wenig Zeit zur Akklimatisation. Der Wärmehaushalt des Organismus erfolgt über das Kreislaufsystem, die Muskulatur und die Haut, besonders über die Schweißdrüsen. Bei großer Hitze und Feuchtigkeit braucht der Körper jedoch zwei bis drei Wochen, bis er seine Wärmeregulation vollständig auf ein ungewöhntes Klima eingestellt hat.

Leichte körperliche Anstrengung unterstützt dabei den Anpassungsvorgang. Störungen der Wärmeregulation treten häufig bei Flüssigkeitsmangel, schwerer körperlicher Arbeit oder ungenügendem Schutz vor der Hitze auf. Die Hitzeüberlastung kann zu Hitzekollaps, Hitzekrämpfen, Hitzschlag oder Sonnenstich führen. Hitzeschäden auf der Haut, wie z. B. der Sonnenbrand, werden hingegen durch direkte Sonneneinstrahlung auf ungenügend widerstandsfähige Haut hervorgerufen. Auch in Ländern, die nahe am Äquator liegen, kann die Kälte zu einem Problem werden. So kann es in hochgelegenen Gebieten zwischen Tag und Nacht oder wegen klimatisierter Räume zu beträchtlichen Temperaturunterschieden kommen. Solche Temperaturschwankungen erhöhen die Anfälligkeit für Erkältungen.


Gesundheitliche Gefahren großer Höhen

Die Zahl der Touristen, die in den warmen Ländern große Höhen aufsuchen (Anden, Himalaja, Afrika), nimmt ständig zu. Ein solches Höhen-Trekking kann jedoch zum Problem werden:

Rund 50% aller Menschen leiden an der Höhenkrankheit. Diese kann auftreten, wenn eine Höhe von 2500m überschritten wird. Sie ist auf den kleineren Luftdruck und der damit verbundenen Abnahme der Sauerstoffkonzentration in der Luft zurückzuführen: Der Körper bekommt nicht mehr genug Sauerstoff. Dies kann sich in leichten Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit u. ä. äußern.

Eine schwere akute Höhenkrankheit (ab 4500m) führt von schweren Kopfschmerzen, Seh- und Gangstörungen sowie Atemnot bis hin zu Bewusstseinsstörungen und Koma. Um das Ausbrechen der Höhenkrankheit zu verhindern ist eine langsame Aufstiegsgeschwindigkeit nötig, damit sich der Körper an die veränderten atmosphärischen Bedingungen gewöhnen kann. Als Faustregel gilt: Für den Aufstieg von Meereshöhe auf 2500m zwei Tage, danach für jede 500m einen Tag einplanen.

Quelle: www.gesundheit.de/interaktiv 

Reisen und Schwangerschaft

Wenn Sie während einer Schwangerschaft reisen möchten, beachten Sie bitte Folgendes:

In vielen Urlaubsländern ist die medizinische Versorgung nicht so gut wie in Österreich. Oft sind der nächste Arzt oder das nächste Krankenhaus weit entfernt oder schwer zu erreichen.

Ein Baby, das als Frühgeburt etwa in der 27. Woche in Österreich auf die Welt kommt, hat recht gute Überlebenschancen. Das ist jedoch nicht überall so!

Bei unauffälliger Schwangerschaft kann eine Schwangere durchaus fliegen. Es sollte allerdings keine Flugreise nach der 36. Woche und bis zu sieben Tage nach einer Entbindung unternommen werden. Die einzelnen Fluglinien haben unterschiedliche Bestimmungen. Generell werden Schwangere ab der 36. Woche nicht mehr befördert, bei manchen Airlines schon ab der 32.Woche! Daher nachfragen!

Nicht fliegen dürfen Sie bei:

- Mehrlings-Schwangerschaft
- Placenta praevia
- EPH-Gestose
- chronischen Herz- und Lungenerkrankungen
- Thombophilie
- Hämoglobinopathien.

Reisen in Malariagebiete sollten vermieden werden! Schwangere haben ein hohes Erkrankungsrisiko und können zudem besonders schwer an Malaria erkranken. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten. Ist ein Aufenthalt in einem Malariagebiet trotzdem nötig, sollte unbedingt eine Malariaprophylaxe durchgeführt werden! Einzelne Medikamente zur Prophylaxe von Malaria sind in der Schwangerschaft erlaubt.

Suchen Sie sich nicht allzu exotische Urlaubsziele aus, vor allem, wenn Sie nicht sehr viel Reiseerfahrung haben. Klimawechsel, ungewohntes Essen und Umstellung des üblichen Tagesablaufs können auch Reise-Erfahrenen zu schaffen machen. Bedenken Sie, dass Sie nicht all das unternehmen können, was Sie während Ihren früheren Reisen getan haben, und gestalten Sie Ihren Reisestil dementsprechend. Unterschätzen Sie nicht, wie viel schneller Sie ermüden.

Häufige Probleme von Schwangeren - vor allem in den Tropen:

- Durchfälle
- Kreuzschmerzen
- geschwollene Beine
- Pilzinfektionen der Scheide

Von den am häufigsten empfohlenen Reiseimpfungen sind erlaubt:

- Hepatitis A passiv
- Tetanus
- Polio (die Schluckimpfung ist zwar erlaubt, sollte aber nicht im
  letzten Drittel der Schwangerschaft gegeben werden. Die
  Stichimpfung"Polio Salk" sollte generell bevorzugt werden).

Nur nach einer ausreichenden Abwägung der Vor- und Nachteile können folgende Impfungen gegeben werden:

- Cholera
- Diphtherie
- FSME
- Hepatitis A und B
- Japan B Encephalitis
- Meningitis
- Tollwut
- Typhus

Eine eventuell vorgeschriebene Gelbfieber-Impfung sollte möglichst nicht im ersten Schwangerschaftsdrittel gegeben werden.

Quelle: Dr. Britta Bürger - www.netdoktor.at